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Travel Tuesday #Salzburgerland

Genneralm Hintersee © SalzburgerLand Tourismus, Sebastian Scheichl


Die Ski und Snowboards, Langlaufausrüstung, der Schlitten und auch die Tourenski sind bereits bis zum nächsten Winter gut verstaut. Pestwurz und Schneeglöckchen spitzeln als die ersten blühenden Frühlingsboten durch das frische, grüne Gras und der Schmetterling in der Luft flüstert ein Versprechen: Der Frühling ist da!

Die warmen Temperaturen im Sonnenschein wecken in uns die Sehnsucht nach der Weite der Berge. Erste Touren führen uns hinauf, dem Gipfel entgegen. Die Almen liegen still und friedlich da – noch sind die Kühe, Schafe und Pferde im Tal. Hoch oben glitzern die letzten Schneereste des Winters und noch bläst ein eisiger Schneewind um die Gipfel. Wer sich jetzt zum Gipfelsturm auf die wunderbaren Aussichtsberge im SalzburgerLand macht, sollte jedoch bei der Tourenplanung einiges bedenken, wie Barbara Hinterseer, geprüfte Wanderführerin aus Maria Alm, weiß: „In der Wahl der Ausrüstung sollte man – auch wenn die Temperaturen im Tal schon in T-Shirt-Nähe klettern – bedenken, dass in höhergelegenen Regionen noch winterliche Verhältnisse herrschen können. Daher unbedingt wasserdichte Schuhe mit gutem Profil wählen und sich beim Wanderoutfit für eine lange Hose entscheiden. Wer bereits einmal mit nackten Waden durch ein harschiges Schneefeld gewandert ist und sich an den scharfen Schneekanten die Haut aufgerissen hat, weiß, warum. Eine warme Jacke, Wechselkleidung und unbedingt auch Handschuhe und Mütze gehören neben Proviant, Tee und Erste-Hilfe-Paket mit in den Rucksack. Und natürlich sollte auf Sonnenbrille und Sonnencreme nicht vergessen werden.

© Madreiter Wandern in Bruck Fusch


Nach klaren, kalten Nächten sind die letzten Schneefelder hart gefroren und beim Überqueren ist besondere Vorsicht geboten. Auch Grödel – einfach an den Schuhsohlen zu befestigende Ketten mit Zacken – die auf Eis perfekten Halt geben, sowie Wanderstöcke gehören daher in dieser Jahreszeit für eine sichere Bergtour mit ins Gepäck. Wo möglich, sollte man Schneefelder und vereiste Bäche jedoch ohnehin umgehen. Frisch abgeschmolzene Schneeflächen machen die Berghänge nass und rutschig – diese nassen Erdschichten können am Morgen noch glatt und eisig sein. Bei der Tourenplanung sollte beachtet werden, dass nordseitige Wege durch steile Rinnen noch bis in den Frühsommer mit Altschnee gefüllt sein können. Mit der Tageserwärmung ab der Mittagszeit muss man auch auf die Gefahr von Lawinen aus höheren Lagen achten.“

Auch, wenn im Frühjahr die Berge oft menschenleer sind und noch keine Weidetiere auf den Almen grasen, sind besonders in dieser Zeit die Wälder und Almenwelten sensible Gebiete. Berufsjäger Christoph Burgstaller aus Uttendorf, Jagdkurs-Leiter und Sprecher der Initiative „Respektiere deine Grenzen“, erklärt: „Die Natur bietet Platz für jeden und für alle Erholungsaktivitäten. Die derzeit enorme Sehnsucht nach den Bergen verlangt jedoch ein wenig Zurückhaltung und Respekt. Denn bei unseren wunderschönen Bergtouren betreten wir den Lebensraum der Wildtiere, das müssen wir unbedingt beachten und respektieren. Unsere heimischen Waldbewohner brauchen Rückzugsgebiete – genau so, wie wir auch in unserem Wohnzimmer daheim die Ruhe genießen. Verspüren wir sprichwörtliche Frühlingsgefühle, so sind auch einige Wildtiere zu dieser Zeit mitten in der Balz. Etwa suchen Auerhahn und Birkhahn vom Spätwinter bis ins Frühjahr ihre Balzplätze auf und reagieren dort äußerst sensibel auf Störungen. Bei Rehen und Hirschen gibt es ab Mai Nachwuchs und auch die Fuchswelpen verlassen in dieser Zeit ihren Bau. Diese Kinderstuben wollen nicht gestört werden – daher gilt besonders im Frühjahr: Hunde an die Leine, auf den Wegen bleiben und die Stille genießen!“




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