
Das deutsche Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat eine neue Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe für Busse im Personenverkehr veröffentlicht. Ziel ist es, den Einsatz von mindestens 1.500 zusätzlichen Elektrobussen zu unterstützen. Diese Initiative ist Teil eines nationalen Rahmenplans zur Förderung batterieelektrischer und Brennstoffzellenbusse. Der Förderaufruf wurde am 6. Mai 2026 im Bundesanzeiger veröffentlicht, während die Anträge ab dem 26. Mai eingereicht werden können.
Seit dem Start der ersten Förderrichtlinie im Jahr 2021 wurden mehr als 5.300 Busse für die Förderung zugelassen, wovon über 2.300 Fahrzeuge bereits im Einsatz sind. Im Jahr 2025 waren fast die Hälfte der neu registrierten Stadtbusse in Deutschland emissionsfreie Fahrzeuge. Dies zeigt die wachsende Akzeptanz und Notwendigkeit alternativer Antriebe im öffentlichen Nahverkehr.
Das Programm wird durch den Bundeshaushalt 2026 finanziert und unterstützt sowohl die Beschaffung als auch die Umrüstung von Bussen auf emissionsfreie Antriebe. Unterstützt werden unter anderem batteriebetriebene Busse, Oberleitungsbusse mit Batterien, Wasserstoff-Brennstoffzellenbusse und Umrüstprojekte für konventionelle Busse.
Neu ist die Einführung zweier separater Förderpfeiler: Neben dem bestehenden „Aktivierungsprogramm“ gibt es nun ein „Skalierungsprogramm“, das sich an Betreiber richtet, die bereits über einen signifikanten Elektrifizierungsgrad ihrer Flotten verfügen.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) äußerte Bedenken, dass die bereitgestellten Mittel nicht ausreichen könnten, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. Trotz der Bereitstellung von rund 400 Millionen Euro im Bundeshaushalt 2026 könnte die fallende Förderquote eine Herausforderung darstellen. Der VDV betont, dass die hohe Nachfrage nach Förderungen zeigt, wie stark der Sektor zu einem Wandel bereit ist.
Das neue Förderprogramm wird von NOW GmbH und Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt und steht im Einklang mit den europäischen Klimaschutzzielen. Während die Fördermittel bis 2029 begrenzt sind, setzt Deutschland einen wichtigen Schritt in Richtung einer klimafreundlichen öffentlichen Mobilität. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder unterstreicht die Bedeutung dieser Investitionen für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs.