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Minibus Mercedes-Benz EQV 300 lang

Es gibt Fahrzeuge, die wollen auffallen. Und es gibt den Mercedes-Benz EQV. Der fährt vor, öffnet seine Schiebetür, lässt die Passagiere einsteigen – und erledigt den Rest mit jener Souveränität, die man in Stuttgart offenbar serienmäßig mitliefert.

Mit dem jüngsten Update ist der EQV nicht neu erfunden worden. Das musste er auch nicht. Mercedes-Benz hat vielmehr dort nachgeschärft, wo es im hochwertigen Shuttle-, Familien- und Business-Van-Segment zählt: beim Auftritt, beim Cockpit, bei der digitalen Bedienung und bei den Assistenzsystemen.

Großer Auftritt

Die neue Front steht unserem langen EQV 300 gut. Die markantere Kühlermaske, der kräftiger gezeichnete Stoßfänger und – je nach Ausstattung – das LED-Lichtband bringen deutlich mehr Präsenz in die bisher eher zurückhaltende EQV-Optik. Dazu kommen neue LED-Leuchten am Heck, ein Chromzierstab mit Mercedes-Benz Schriftzug und Räder bis 19 Zoll. Das Ergebnis: Der EQV wirkt weniger wie ein elektrifizierter Großraum-Van und mehr wie eine elektrische Großraumlimousine. Genau das ist wohl auch die Idee. Mercedes positioniert seine privat genutzten Vans künftig stärker in Richtung Luxus, bevor ab 2026 mit der neuen Van Electric Architecture der nächste große Schritt folgen soll.

Echte Business-Class

Der größte Fortschritt passiert im Cockpit. Zwei 12,3-Zoll-Displays in Widescreen-Optik, neue Lüftungsdüsen, ein neues Lenkrad und die aktuelle MBUX-Generation holen den EQV sichtbar näher an die Pkw-Welt von Mercedes heran. Der EQV bleibt ein rollender Salon: viel Platz, hohe Sitzposition, bequemer Einstieg und nun serienmäßig auch eine zweite Schiebetür links. Für Shuttle-Dienste, Hotels, VIP-Transfers oder Familien mit Kinderlogistik ist das kein nettes Detail, sondern Alltagserleichterung.

Die Materialanmutung ist nicht überall S-Klasse, aber sie ist für einen Van sehr ordentlich. Entscheidend ist: Der EQV fühlt sich nicht nach Nutzfahrzeug an. Er fühlt sich nach chauffiert werden an. Oder nach selbst fahren, aber ohne Stress.

Bekannter Vortrieb

Der aufgefrischte EQV 300 fährt nach wie vor mit den bekannten 150 kW / 204 PS und 365 Nm Drehmoment. Der Antrieb erfolgt über die Vorderräder, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h liegt bei 12,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit bei 140 km/h – die wird man aber ohnedies nur in Ausnahmefällen erreichen wollen, da der Luftwiderstand der größte Feind der Reichweite ist. 

Keine Wunderwaffe

Der EQV 300 ist mit einer 90-kWh-Batterie unterwegs. Offiziell gibt Mercedes bis 374 Kilometer WLTP-Reichweite an. Der 300er im Namen ist allerdings nicht zufällig gewählt.  Die Ladeleistungen liegen bei 11 kW AC und bis zu 110 kW DC, damit dauert der Hub von 10 auf 80 Prozent rund 40 Minuten. Das ist solide, aber nicht spektakulär. Gerade auf der Langstrecke merkt man: Wer häufig mit hoher Geschwindigkeit, voller Besetzung und Gepäck unterwegs ist, sollte die Ladepausen realistisch einplanen.

Assistenz und Bedienung: deutlich moderner

Mercedes hat bei den Assistenzsystemen ordentlich nachgelegt. Serienmäßig sind unter anderem ATTENTION Assist, Aktiver Abstands-Assistent DISTRONIC, Aktiver Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion, Totwinkel-Assistent, Aktiver Spurhalte-Assistent, Intelligenter Geschwindigkeits-Assistent und Park-Paket an Bord.

Gerade in einem Fahrzeug dieser Größe sind die Helfer gern gesehene Beifahrer. Beim Rangieren, Spurhalten und im dichten Verkehr machen sie den Alltag entspannter. Die optionalen adaptiven MULTIBEAM LED-Scheinwerfer passen ebenfalls gut zum Premium Anspruch des EQV. Auch MBUX überzeugt. Die Bedienung ist moderner, die Darstellung hochwertiger, die elektrospezifischen Anzeigen voll integriert. Ladeplanung, Vorklimatisierung, Reichweitenanzeige und Mercedes me Charge machen den EQV im Alltag deutlich runder.

Bei aller neuen Premium-Strategie: Der EQV kann noch immer arbeiten. Bis zu acht Sitzplätze, ein großer Gepäckraum und je nach Bestuhlung enorme Variabilität machen ihn zu einem Fahrzeug, das mehr kann als schön vor dem Hotel stehen.

Damit sagen wir auch leise Servus zu EQV und V-Klasse, denn mit dem neuen VLE steht die nächste Generation der „Grand Limousine“ bereits vor den Toren der Stadt und bald noch schöner vor dem Hotel.