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Travel Tuesday #Bodensee

Der Konstanzer Trichter verdankt seinen Namen seiner trichterförmigen Gestalt. Fotograf: Achim Mende, Internationale Bodensee Tourismus GmbH


Der Bodensee ist zu jeder Jahreszeit ein echtes Sehnsuchtsziel. Das Farbenspiel des Sees, die zum Greifen nahen Berge, eine Fülle von Freizeitangeboten und Entdeckungstouren in die Länder ringsum vermischen sich zu einem Urlaubsgefühl, das einfach süchtig macht. Hervorragende Weine und bestes Essen aus der Region, herrliche Gärten und Kultur von Weltrang, aber auch fürstlich präparierte Skipisten, Weihnachtsmärkte und wonnigwarme Thermen – nicht nur im Sommer lässt man es sich hier, im Herzen Europas, so richtig gut gehen.

An nur einem Tag kann man in Deutschland an der Seepromenade flanieren, die hügelige Landschaft der Schweizer Seeseite per Rad erkunden, in Österreich die Aussicht vom Bregenzer Hausberg Pfänder genießen und im Fürstentum Liechtenstein durchs Kunstmuseum streifen. Kann man, muss man aber nicht. Denn jedes der vier Länder lässt sich auch mit viel Muße entdecken und bietet genug Möglichkeiten, um ganze Urlaube dort zu verbringen.

In traumhafter Fotokulisse sammeln Urlauber am Bodensee außergewöhnliche Momente, die sich auf Facebook genauso mitteilen lassen wie auf einer Ansichtskarte. Rund um den See gibt es spannende Museen, zahllose Schlösser und Gärten, Bergbahnen, Freizeitparks und jede Menge Bäder. Mit dem Schiff oder bei einer Bahnfahrt mit Seeblick wird auch das Hinkommen zum Erlebnis. 

Die im Untersee am westlichen Bodensee gelegene Insel Reichenau ist 4,5 Kilometer lang und gerade mal 1,5 Kilometer breit. Das Besondere sind die drei romanischen Kirchen der Insel: das Münster St.Maria und Markus und die Kirchen St.Georg und St.Peter und Paul. Fotograf: Achim Mende, Internationale Bodensee Tourismus GmbH 



Der Bodensee steht für unverfälschte Lebensqualität. Allein der Blick über den See zu den Bergen ist ein Fünf-Sterne-Genuss, egal ob aus der Suite oder vom Zeltplatz aus. Weiße Segel sprenkeln im Sommer die Wasserfläche, im Herbst und Winter liegt mystischer Dunst über der Szenerie. Und auch kulinarisch holt der See die Sterne vom Himmel. Gourmets finden rundherum eine große Zahl ausgezeichneter Lokale. Vom See auf den Teller schmecken Felchen und Kretzer dort besonders gut. Die Gemüseinsel Reichenau liefert dazu die Beilage voller Aromen. Ebenfalls zeitlos und lecker: ein Apfel direkt vom Bauern oder ein herzhaftes Käsefondue aus Thurgauer Tilsiter.

Unter nicht ganz legalen Bedingungen nahm die Erfolgsgeschichte des Müller-Thurgau am Bodensee Fahrt auf. Die ersten Reben wurden im Ruderboot von der Schweiz nach Deutschland geschmuggelt. Die aufregende Aktion hat sich gelohnt: Zusammen mit dem roten Spätburgunder ist der Weißwein heute der Star unter den Bodenseeweinen. Sonnige Hänge, nährstoffreiche Böden und der warme Föhnwind lassen die Trauben zu prallen Früchten heranreifen. Gekeltert werden sie von kreativen Winzern in traditionsreichen Weinbaubetrieben. Weinreisen, Rebberg-Führungen, Geocaching-Touren und Weinseminare sind nur ein paar der Möglichkeiten, die Weinregion Bodensee besser kennen zu lernen.

Die als „Basilika Birnau“ bekannte Kirche St. Marien erhebt sich am Nordufer des Bodensees im Gemeindeteil Birnau des 7000-Einwohner-Erholungsorts Uhldingen-Mühlhofen. Fotograf: Achim Mende, Internationale Bodensee Tourismus GmbH



Maler, Dichter und Pioniere haben sich am Bodensee schon immer wohlgefühlt, Kunst und Architektur gibt es in modern genauso wie in alt. Bei den Bregenzer Festspielen werden Opern zum bunten Freiluftspektakel von Weltruf, das Friedrichshafener Kulturufer gibt Straßenkünstlern eine Bühne. Auch mehrere UNESCO-Welterbestätten, erstklassige Museen und Musikfestivals von Hip-Hop bis Klassik machen den Bodensee zu einem Reiseziel, das es auch kulturell in sich hat. Kulturtipp im Winter: einmal im eigenen Häs – so heißt hier das Kostüm – an der alemannischen Fasnacht teilnehmen.

Gartenprofis gab es auf der Gemüseinsel Reichenau schon vor 1.200 Jahren. Damals verfasste ein Mönch hier den ersten Gartenratgeber Europas. In Versform gab er Tipps zu Anzucht und Pflege von allerlei Kräutern. Ein gutes Händchen fürs Grüne und Bunte beweist seit Generationen auch die gräfliche Familie Bernadotte, die die Insel Mainau zu einer Pilgerstätte für Blumenfreunde macht. Das milde Klima hat Gärtnern am See schon immer in die Hand gespielt. Und so lassen sich hier Gärten und Parks von der Steinzeit bis zur Gegenwart entdecken. Die schönsten grünen Ziele am See haben sich übrigens unter dem Namen „Bodenseegärten“ zusammengeschlossen und präsentieren eigene Reiseangebote und Veranstaltungen.

Blick über den Bodensee auf Säntis
Fotograf: Achim Mende, Internationale Bodensee Tourismus GmbH


Für Stubenhocker ist der Bodensee nichts. Viel besser als Däumchen drehen: auf den Bodensee-Radwegen Strecke machen, im Kanu entlang der Ufer paddeln oder auf einem der vielen Premiumwanderwege durch Reben und über Hügel spazieren. Wer Gipfelkreuze sammelt, macht sich auf den Weg nach Vorarlberg, in die Ostschweiz und ins nahe Liechtenstein. Ganz entspannt geht’s dagegen voran, wenn man sich im Sommer einfach auf der Luftmatratze ins Blaue treiben lässt oder im Winter die Pisten hinuntergleitet.

Wenn die Badezeit vorbei ist, kehrt am See Ruhe ein – ideale Bedingungen, um einen Gang runterzuschalten, sei es beim Spaziergang durchs bunte Herbstlaub oder beim Schwitzen in der Seesauna. Auf kurzem Weg kommt man im Winter außerdem in schneesichere Höhen und genießt beim Skifahren oder Schneeschuhwandern den Blick ins Tal.